Einrichtung von On Demand-Verkehren an der Haltestelle Grenzstraße

Das Nahverkehrsangebot in Karlsruhe ist groß, auch zu später Stunde. Doch gerade im ländlichen Raum gibt es vor allem in den späten Abend- und frühen Morgenstunden durchaus "Versorgungslücken", weil Busse und Bahnen nur eingeschränkt oder nicht mehr fahren. Um diese Situation zu verbessern, testete der Landkreis Karlsruhe in den vergangenen Monaten eine neue Mobilitätsform: On Demand-Verkehre. Mithilfe eines "Reallabors", also einer Art Testlauf, wurde in Ettlingen untersucht, inwieweit das Prinzip von Bedarfsverkehren funktioniert. In der Praxis ist das System höchst simpel: Fahrgäste können per App individuell ÖPNV-Fahrzeuge bestellen und sich von ihnen abholen lassen. Diese Fahrzeuge fahren so genannte virtuelle Haltestellen an, die nur in der App erkennbar sind und idealerweise an zentralen Punkten innerhalb einer Gemeinde liegen sollten. Als günstiger Abstand zwischen zwei Haltestellen empfehlen die Projektinitiatoren 200 bis 250 Meter.

Nun wurde uns vom Landkreis mitgeteilt, dass zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 ein weiteres Reallabor in den Gemeinden Graben-Neudorf und Dettenheim mit einem Anschluss an die S-Bahn-Haltestelle Grenzstraße eingerichtete werden wird. Ziel dabei ist es, das ÖPNV-Angebot in den Schwachlastzeiten bedarfsorientiert zu erweitern und den Bürgern aus Linkenheim-Hochstetten beispielsweise auch in den Abendstunden und am Wochenende die Erreichung des Bahnhofs Graben-Neudorf mit überregionalem Anschluss an das Schienennetz zu ermöglichen. Darüber hinaus können im Gegenzug Bürger aus Dettenheim und Graben-Neudorf zur S1/S11 gelangen.