Werbeanlagen im öffentlichen Verkehrsraum sollen bald der Vergangenheit angehören

Jeder Verkehrsteilnehmer kennt sie, die großflächigen Banner und Tafeln, die regelmäßig am Rande der B 36 zu entdecken sind und auf anstehende Veranstaltungen hinweisen. In der jüngsten Vergangenheit haben sich Beschwerden über die stetig steigende Zahl dieser Werbematerialien gehäuft - nicht nur in Linkenheim-Hochstetten, sondern im gesamten Landkreis. Daher hat sich das Landratsamt Karlsruhe dieser Problematik nun angenommen und sie einer Sitzung der Bürgermeister des Kreises zur Sprache gebracht. Dabei wurde darauf verwiesen, dass es grundsätzlich verboten sei, außerhalb geschlossener Ortschaften Werbung im öffentlichen Raum anzubringen. Dennoch nehme die Aufstellung von Werbeanlagen an Straßen deutlich zu, man könne beinahe schon von einer "Flut" an unzulässigen Werbematerialien sprechen, die Autofahrer potentiell ablenken können, hieß es. Es wurde darauf hingewiesen, dass das Straßenrecht bestimme, dass Hochbauten, unter welche Werbeanlagen der genannten Form fallen, außerorts an Bundesstraßen in einem Entfernungsbereich von 20 Metern nicht errichtet werden dürfen. Ein weiteres Problem sei, dass durch das Aufstellen solcher Werbeanlagen bau- und naturschutzrechtliche Belange berührt werden können.
Empfohlen wurde ein landkreisweit einheitliches Vorgehen. Auch in Linkenheim-Hochstetten soll künftig so verfahren werden, dass die Leute, die solche Werbeanlagen aufstellen, freundlich darum gebeten werden, diese wieder zu entfernen. Die Praxis der Duldung soll auf diese Weise konsequent beendet werden. Wenn dieser Bitte nicht nachgekommen wird, wird das Landratsamt entsprechend tätig werden und die Ordnungswidrigkeit ahnden. Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer auf der B 36 soll künftig absolute Priorität haben.