Schnakenbekämpfung kann wieder aufgenommen werden

Norbert Becker, wissenschaftlicher Direktor der KABS hat schwere Tage hinter sich: Nach dem Ausfall beider Hubschrauber der KABS, war er fieberhaft damit beschäftigt, eine Notlösung zur Bekämpfung der jüngsten Schnakenpopulation in der Region zu finden. Die Befürchtungen, es könne zu einer dramatischen Schnakenplage kommen, gipfelten in Forderungen, den Katastrophenfall auszurufen, um die Bundeswehr einsetzen zu können. Nun jedoch kann Becker vorsichtig Entwarnung geben, jedenfalls was die nächste Schnakengeneration betrifft: "Im Laufe der Woche werden beide Hubschrauber wieder einsatzbereit sein", sagte Becker am Montag. "Bis zum Wochenende rechnen wir damit, dass die technische Abnahme erfolgt ist und wir wie gewohnt arbeiten können. Dann können wir die kommende Generation bekämpfen." Ein Wermutstropfen bleibt: Die aktuelle Generation Schnaken ist gerade am Schlüpfen. "Hier kommen wir einfach zu spät", räumt Becker ein. "Es ist davon auszugehen, dass wir in den kommenden vier bis sechs Wochen eine überdurchschnittliche Anzahl an Schnaken verzeichnen werden, die, wenn es sehr warm bleibt, auch sehr aktiv sein werden." Daher rät der studierte Ökologe zu handelsüblichem Insektenschutz.

In der vergangenen Woche gab es auch Spekulationen über die Tigermücke, die mitunter gefährliche Krankheiten übertragen kann. Hierzu haben sich verschiedene Politiker aus der Region mit Experten ausgetauscht und erfahren, dass die Tigermücke lediglich vereinzelt in Stadtzentren zu finden ist und beispielsweise in Regentonnen oder Gießkannen brütet. Sie tut dies indes nicht in den Rheinauen, wo sie entsprechend auch nicht bekämpft werden muss. "Die Problematik beschränkt sich ausschließlich auf die Rheinmücke, weil sie in den vergangenen Tagen und Wochen nur händisch bekämpft werden konnte", betont in diesem Zusammenhang Bürgermeister Michael Möslang. "Momentan wird im Innenministerium auch diskutiert, wie man sich auf einen erneuten Ausfall beider Hubschrauber vorbereiten kann. Hoffen wir, dass das Schnakenaufkommen in den kommenden Wochen nicht allzu drastisch sein wird und raten allen Einwohnerinnen und Einwohnern sich verstärkt gegen Schnakenstiche zu schützen."