Übergabe des "Krisenhandbuchs" durch EnBW

Drei Workshops zum Thema "Kommunales Krisenmanagement" waren es insgesamt, an denen Mitglieder der Gemeindeverwaltung sowie Vertreter der örtlichen Feuerwehr bzw. der Notfallorganisationen in den vergangenen 12 Monaten teilnahmen. In diesen von der EnBW angebotenen Workshops  wurden fehlende Ressourcen ausfindig gemacht und es wurde nachgesteuert (z.B. Notstrom am Rathaus zur Versorgung des Rathauses und Bürgerhauses). Anders gesagt: Bürgermeister Michael Möslang, Feuerwehr-Kommandant Markus Wagner und rund ein Dutzend weiterer Teilnehmer nahmen die Gemeinde ganz intensiv unter die Lupe, um für einen Krisenfall wie z.B. Hochwasser, Starkregen oder Stromausfall gerüstet zu sein. In einem ersten Schritt wurden sämtliche gemeindeeigene Gebäude untersucht und festgehalten, wo dort besondere Risiken vorhanden sein könnten. Auch wurde notiert, ob diese Gebäude im Ernstfall mit Notstrom versorgt werden könnten. Auch Wohngebiete wurden genau begutachtet, um zu sehen, ob sie z.B. im Hochwasserfall besonders gefährdet sind.


Im weiteren Verlauf der Workshops erläuterte Referent Stefan Reus von der EnBW, wie ein Krisenstab gebildet wird und worauf man im Bereich Kommunikation achten muss. Zwischen den Workshops war die Verwaltung gefragt, das Gelernte umzusetzen und an den richtigen Stellen nachzubessern. So wurde nun auch eine Notunterkunft - das Bürgerhaus - festgelegt, wohin Einwohnerinnen und Einwohner gehen können, falls ihre Wohnung nicht betreten werden kann. Im letzten Workshop wurden schließlich zwei spezielle Krisenpläne erarbeitet: Einer für einen lange andauernden flächendeckenden Stromausfall, einer für ein Hochwasser-Szenario. Diese enthalten spezifische Hinweise für diese beiden Fälle.


Das Ergebnis der Workshop-Reihe wurde nun von Stefan Reus an Bürgermeister Michael Möslang übergeben: Ein sogenanntes Krisenhandbuch, das alles Wissenswerte enthält und die gemeinsam erarbeiteten Vorgehensweisen Schritt für Schritt erläutert. Auch die Kontakte des Krisenstabs sind dort aufgelistet, sodass alle relevanten Personen rasch erreicht werden können.


"Wir haben deutlich gemerkt, dass sich die Referenten bereits im Vorfeld der Workshop-Reihe sehr intensiv mit Linkenheim-Hochstetten auseinandergesetzt haben", betonte Michael Möslang bei der Übergabe des Krisenhandbuchs. "So zeigten sich die Workshops sehr effizient und zielführend. Wir haben als Gemeinde stark profitiert, eben weil wir nun den Fall X gründlich durchdacht haben und genau wissen, worauf wir achten müssen." Dennoch sei bloße Theorie allein nicht genug: In Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt und den Einsatzkräften vor Ort soll es im nächsten Jahr eine große Übung geben, in der der Ernstfall geübt wird.