Schon vor der offiziellen Einweihung war das Klettergerüst erobert und in Beschlag genommen worden: Der "Spielolino" ist fertig und wurde am Freitagnachmittag von Bürgermeister Michael Möslang feierlich eröffnet. Mit 1.800 Quadratmetern Spielfläche ist der neue Spielplatz in der Max-Planck-Straße der drittgrößte nach der Spielstraße und dem Areal am Vogelpark in der Gemeinde. "Natürlich ist es uns schwer gefallen, den vormaligen Abenteuer-Spielplatz zu verkleinern", räumte Möslang ein. "Aber ich denke, die Kinderkrippe, die im Oktober in Betrieb gehen wird, ist an diesem Standort sehr gut verortet und rechtfertigte dieses Zugeständnis."


Dem Gemeinderat und ihm persönlich sei wichtig gewesen, dass der Spielplatz, wenn er schon kleiner werden musste, besonders attraktiv und hochwertig werden würde. "Wir haben hier rund 350.000  Euro investiert und ich denke, das sieht man auch", so Möslang, der sich herzlich beim Planungsbüro und den ausführenden Firmen bedankte. "Mein besonderer Dank geht auch an die vielen Kinder, die ihm Rahmen eines Ideenwettbewerbs ihre Wünsche und Anregungen für den Spielplatz eingebracht haben. Sie haben entscheidend dazu beigetragen, dass 'Spielolino' ein Ort geworden ist, an dem man mehrere Stunden verbringen kann und Kinder zwischen 0 und 12 Jahren auf ihre Kosten kommen."



Noch fehlen einige Bäume, ein Holz-Mikado und eine Toilette, doch bis zum Spätjahr soll alles fertig sein - passend zur Eröffnung der Kinderkrippe. Dann kam für den zehn Jahre alten Philipp Kahlmeyer aus der Klasse 4a der Grundschule Hochstetten der große Moment. Der Schüler, der den Namen "Spielolino" erdacht hatte, durfte mit Bürgermeister Michael Möslang das hölzerne Namensschild enthüllen. Auf die Frage, wie er auf den kreativen Namen gekommen sei, antwortete Philipp lapidar: "Ich habe einfach mal gut gedacht!" 


Nach dem offiziellen Teil gab es für die kleinen Besucher kein Halten mehr: Schließlich winkte für jeden eine Kugel Eis von Rebecca Zindl (Eis-Heidi) und kühle Getränke, sodass man sich gut stärken konnte, bevor es zurück zu den Spielgeräten ging. Und diese scheinen den Geschmack der jungen Gäste voll getroffen zu haben. Zum Glück lassen die gerade begonnenen Sommerferien nun reichlich Zeit zum Spielen.