Der Gemeinderat verabschiedet den Haushaltsplan 2026
In seiner Sitzung am 29. Januar 2026 hat der Gemeinderat den Haushaltsplan für das Jahr 2026, die mittelfristige Finanzplanung sowie die Haushaltssatzung beschlossen. Mit dieser Entscheidung setzt der Gemeinderat das sogenannte Königsrecht der kommunalen Selbstverwaltung um: Der Haushalt definiert den finanziellen und damit auch den politischen Handlungsrahmen für Verwaltung und Bürgermeister im kommenden Jahr.
Der Verabschiedung des Haushalts gingen erneut intensive Beratungen voraus. Auf Grundlage des von der Verwaltung vorgelegten Entwurfs wurde der Plan in den zuständigen Gremien sowie im Gemeinderat eingehend diskutiert, weiterentwickelt und an aktuelle finanzielle und strukturelle Rahmenbedingungen angepasst. Ziel war es, trotz angespannter Haushaltslage eine verlässliche Planung zu schaffen, die notwendige Investitionen ermöglicht und zugleich die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde im Blick behält.
Finanzlage und Gesamtüberblick
Der Haushaltsplan 2026 steht weiterhin unter herausfordernden finanziellen Rahmenbedingungen. Steigende Pflichtaufwendungen - insbesondere bei Umlagen sowie bei Personal- und Sachkosten - schränken den finanziellen Handlungsspielraum der Gemeinde spürbar ein. Der Ergebnishaushalt weist für 2026 erneut ein negatives ordentliches Ergebnis in Höhe von 2,4 Mio. € aus. Damit können die Abschreibungen und der damit verbundene Ressourcenverbrauch nicht aus laufenden Erträgen erwirtschaftet werden
Der Gemeinde gelingt es noch, die Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit durch die entsprechenden Einzahlungen zu decken. Für das Haushaltsjahr 2026 ist ein geringer Finanzierungsmittelüberschuss in Höhe von 230.000 € geplant. Kreditaufnahmen sind 2026 nicht vorgesehen. Allerdings wird die Gemeinde voraussichtlich ab 2027 erstmals in eine Verschuldung eintreten.
Schwerpunkte und Investitionen
Trotz der angespannten Lage setzt die Gemeinde auch 2026 klare Investitionsschwerpunkte. Die geplanten Auszahlungen für Investitionen konzentrieren sich insbesondere auf Maßnahmen in den Bereichen Infrastruktur, Bildung, Kinderbetreuung sowie öffentliche Einrichtungen. Dabei werden laufende und bereits begonnene Projekte konsequent fortgeführt.
Ein besonderer Fokus liegt weiterhin auf der Entwicklung von Wohn- und Bauflächen, der Unterhaltung und Modernisierung kommunaler Liegenschaften sowie auf Investitionen in die Daseinsvorsorge. Auch Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der kommunalen Infrastruktur und zur nachhaltigen Entwicklung der Gemeinde finden im Haushaltsplan 2026 Berücksichtigung. Verpflichtungsermächtigungen ermöglichen es zudem, größere Vorhaben über mehrere Haushaltsjahre hinweg verlässlich zu planen.
Herausforderungen und Belastungen
Die größten Herausforderungen für den Haushalt 2026 liegen erneut in den stetig steigenden Pflichtausgaben. Insbesondere die Kreis- und Finanzausgleichsumlagen belasten den Ergebnishaushalt erheblich. Gleichzeitig führen tarifliche Entwicklungen und strukturelle Anforderungen zu weiter steigenden Personalkosten, ohne dass eine Ausweitung des Personalschlüssels vorgesehen ist.
Hinzu kommen hohe Sach- und Bewirtschaftungskosten, unter anderem durch Energiepreise und den Unterhalt kommunaler Gebäude. Auch soziale Aufgaben und gesetzliche Verpflichtungen lassen sich nur begrenzt steuern. Vor diesem Hintergrund war es notwendig, Prioritäten zu setzen und nicht alle wünschenswerten Maßnahmen sofort umzusetzen. Der Haushaltsplan 2026 ist daher Ausdruck eines bewussten Abwägens zwischen finanzieller Vorsorge, Pflichtaufgaben und der Weiterentwicklung der Gemeinde.

Hinweis
Im Folgenden finden Sie die Haushaltsreden unserer Gemeinderatsfraktionen. Diese sind in der Reihenfolge aufgeführt, in der sie in der Sitzung am 29. Januar 2026 gehalten wurden. Es gilt das gesprochene Wort.



