Beschlüsse aus der Gemeinderatssitzung – Teil 6 –
Vorstellung der IG Asiatische Hornisse und Beschlussfassung über die Aufnahme in die Vereinsförderrichtlinie der Gemeinde
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 13. November 2025 wichtige Weichen zur Bekämpfung der Asiatischen Hornisse gestellt. Die invasive Art breitet sich seit einigen Jahren stark in Baden-Württemberg aus und gefährdet insbesondere Honigbienen, Wildbienen und weitere Bestäuber. Auch in Linkenheim-Hochstetten wurden bereits mehrere Nester entdeckt.
Die neu gegründete Interessengemeinschaft Asiatische Hornisse (IG) stellte dem Gremium ihre Arbeit und ihre Ziele vor. Sie besteht aus regionalen Imkern, Naturkundigen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Linkenheim-Hochstetten, Eggenstein-Leopoldshafen und Dettenheim. Die Mitglieder dokumentieren Funde, suchen aktiv nach Nestern und werden derzeit für die fachgerechte Nestentfernung qualifiziert. Die IG möchte ihre Arbeit Anfang 2026 in einem neuen Verein "Bienenschutz Hardt e. V." bündeln. 
Das Bild zeigt die Entfernung eines Hornissennestes der Asiatischen Hornisse an der Spielstraße Hochstetten durch die Freiwillige Feuerwehr. Der Hornissenbeauftragte der Feuerwehr freut sich entsprechend auf Unterstützung.
Gemeinderat beschließt Unterstützung
Der Gemeinderat würdigte das Engagement der IG und traf folgende Entscheidungen:
Darstellungsmöglichkeiten: Die IG bzw. der spätere Verein soll sich künftig in der Rheinschau, auf der Homepage und in der Gemeinde-App präsentieren können.
Aufnahme in die Vereinsförderrichtlinie: Sobald aus der IG ein gemeinnütziger Verein wird, soll dieser in die Vereinsförderrichtlinie aufgenommen werden.
Nestentfernung auf Gemeindegrundstücken: Die Verwaltung wird beauftragt, Nester auf gemeindeeigenen Flächen künftig umgehend entfernen zu lassen - insbesondere als Beitrag zum Schutz von Kindern, Betreuungs- und Bildungseinrichtungen sowie öffentlichen Bereichen.
Finanzielle Unterstützung: Nach Vereinsgründung erhält der Verein einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro für notwendiges Bekämpfungs- und Schutzequipment. Der Zuschuss wird gegen Verwendungsnachweis ausgezahlt.
Der Beschluss wurde mit 15 Ja-Stimmen, 2 Gegenstimmen und einer Enthaltung getroffen. Der Beschluss zur finanziellen Unterstützung des zu gründenden Vereins erhielt 11 Für-Stimmen, 6 Gegenstimmen und eine Stimmenthaltung. In der Aussprache wurde dabei u.A. kritisiert, dass der gemeinnützige Verein noch nicht gegründet ist, auch andere gemeinnützige Organisationen keine Zuschüsse für bewegliches Vermögen erhalten und die Gemeinde nicht eine Landesaufgabe übernehmen soll. Die Befürworter führten aus, dass die Gemeinde um jede Unterstützung froh sein kann, die Nestentfernung durch den neuen Verein auf Spendenbasis geschieht, die ausgebildeten Nestentferner überlastet sind und die Gemeinde über das gesamte Gemeindegebiet verteilt Kindergärten, Schulen und Spielplätze hat, welche es besonders zu schützen gilt.


