Bahnprojekt Mannheim-Karlsruhe: Bahn legt Vorzugstrasse fest
Die Deutsche Bahn hat am 24. November die bevorzugte Trassenführung für den Neu- und Ausbau der Bahnstrecke zwischen Mannheim und Karlsruhe im südlichen Abschnitt vorgestellt. Damit besteht erstmals klare Orientierung über die Variante, die in das weitere Planungsverfahren gehen soll.
Der Verband Region Karlsruhe begrüßt grundsätzlich die Fortschritte des Projekts, das eine deutliche Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene ermöglichen soll. Gleichzeitig betonen Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und Verbandsdirektor Dr. Matthias Proske, dass zahlreiche Fragen weiterhin offen seien und die Entscheidung zur Vorzugsvariante kritisch geprüft werde.
Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere der Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner in Bereichen, in denen die geplante Strecke nahe an bestehender Wohnbebauung vorbeiführt - etwa im Raum Waghäusel. Ziel sei es, einen maximalen Schutz der betroffenen Bevölkerung sowohl entlang der neuen Trasse als auch der bestehenden Bahnlinien zu erreichen.
Die nun weiterzuverfolgende Variante R4 führt von Hockenheim kommend westlich an Waghäusel und Wiesental vorbei, verläuft südlich an Hambrücken entlang und bündelt sich ab Höhe Forst mit der Autobahn A5, der sie bis nach Karlsruhe folgen soll. Das Regierungspräsidium Karlsruhe wird im nächsten Schritt die Raumverträglichkeit dieser Antragsvariante prüfen.
Weitere Informationen zum Projekt und zum aktuellen Planungsstand sind unter www.mannheim-karlsruhe.de abrufbar.
Die Gemeinde Linkenheim-Hochstetten ist von dieser bevorzugten Trassenführung für den Neu- und Ausbau der Bahnstrecke nicht betroffen.


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