Aus dem Gemeinderat – Teil 7
Gemeinderat beauftragt Strukturgutachten für Zukunft der Kläranlage
Der Gemeinderat hat einstimmig die Beauftragung eines Strukturgutachtens zur Untersuchung möglicher Zukunftsoptionen für die Kläranlage beschlossen. Gleichzeitig wurde eine außerplanmäßige Ausgabe für den Austausch der Membranrohrbelüfter in der biologischen Reinigungsstufe bewilligt.
Mit dem Strukturgutachten sollen verschiedene Szenarien für die zukünftige Abwasserentsorgung untersucht werden. Hintergrund sind notwendige Investitionen in erheblicher Höhe für die bestehende Anlage. Bislang war für eine umfassende Sanierung der gemeindeeigenen Kläranlage ein Kostenrahmen von rund 18 Millionen Euro angenommen worden.
Nun soll geprüft werden, ob alternative Lösungen wirtschaftlicher und langfristig sinnvoller sein könnten. Untersucht werden unter anderem ein möglicher Anschluss an den Abwasserzweckverband Kammerforst mit der Kläranlage Neuthard sowie eine Ableitung von Abwasser nach Weingarten. Auch die Errichtung einer neuen gemeinsamen Kläranlage zwischen den Ortsteilen soll im Rahmen der Untersuchung betrachtet werden.
Die Machbarkeitsstudie soll sowohl technische als auch wirtschaftliche Aspekte bewerten und mögliche Fördermittel berücksichtigen. Da Neubauten im Bereich der Abwasserinfrastruktur teilweise mit bis zu 90 Prozent gefördert werden können, spielen die Förderbedingungen eine zentrale Rolle bei der Entscheidungsfindung.
Die Kosten für die Gesamtuntersuchung belaufen sich auf rund 161.000 Euro. Darin enthalten sind neben den eigentlichen Machbarkeitsanalysen auch umfangreiche Bauwerksuntersuchungen der bestehenden Anlage. Für Teile der Maßnahme werden Fördermittel in Höhe von bis zu 37.500 Euro erwartet.
Neben der strategischen Untersuchung wurde auch eine kurzfristige Maßnahme zur Sicherung des laufenden Betriebs beschlossen. Die Membranrohrbelüfter in der biologischen Reinigungsstufe müssen nach rund acht Jahren Nutzungsdauer ausgetauscht werden. Diese gelten als zentrales Element der Anlage und sind für die biologische Reinigung des Abwassers unverzichtbar.
Die Kosten für den Austausch werden auf rund 75.000 Euro geschätzt. Ursprünglich waren für einen größeren Umbau bereits investive Mittel vorgesehen gewesen. Da nun lediglich einzelne Komponenten ersetzt werden, muss die Maßnahme jedoch konsumtiv im Haushalt abgebildet werden, weshalb eine außerplanmäßige Ausgabe erforderlich wurde.
Der Technische Ausschuss hatte beide Maßnahmen zuvor einstimmig empfohlen. Der Gemeinderat folgte dieser Empfehlung einstimmig.


