JRC, KIT-Campus Nord und WAK

Seit den 50er Jahren ist der Hardtwald in Eggenstein-Leopoldshafen Campus für Hochtechnologien.

Zunächst wurde die zivile Kernkraft für Deutschland erforscht. Im Lauf der Jahre folgten etliche Institute zu unterschiedlichen Forschungsgebieten. So unter anderem die Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe und das Joint Research Center.

Beide Einrichtungen liegen zum Teil auf der Gemarkungsfläche von Linkenheim-Hochstetten. Die Wiederaufarbeitungsanlage wurde Anfang der 90er Jahre stillgelegt und wird seitdem zurückgebaut. Der Forschungsschwerpunkt im Wald wandelte sich im Laufe der Jahrzehnte kontinuierlich und liegt seit den 90er Jahren auf Umwelttechnik, Energieforschung und besonders physikalische Grundlagenforschung. Das ehemalige Kernforschungszentrum wurde in den 90ern zum Forschungszentrum und ist seit 2009 Teil der Universität Karlsruhe, als KIT-Campus Nord.

Aktuelles

Neubau Flügel M

In Zeitraum Oktober 2016 bis Januar 2017 wurden die Unterfangungsarbeiten an den Bestandsgebäuden des Institutes sowie dem Abluftkamin zur Sicherung dieser Gebäudeteile durchgeführt.

Nach einer weiteren Aushubphase wurden die wasserdichten Spundwände rückverankert sowie die Spundwandkästen für die Aufzugsunterfahrten gesetzt.

Seit Mitte Dezember laufen die Arbeiten zur Baugrundverbesserung mittels Rüttelstopfsäulen mit einer Anzahl von ca. 1200 Säulen verteilt über die gesamte Gebäudegrundrißfläche. Die Arbeiten werden sich bis Anfang Februar hinziehen.

Die nächsten Arbeiten sind der Aushub bis zur Gründungssohle und die Abdichtung dieser gesamten Baugrubensohle gegen das anstehende Grundwasser.

Blick auf den Baustellenbereich mit Durchführung der Baugrundverbesserungsmaßnahmen 

Betonage der Baugrundabdichtung Aufzugsunterfahrten
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) verbindet seine drei Kernaufgaben Forschung, Lehre und Innovation zu einer Mission. Mit etwa 9.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie rund 25.000 Studierenden ist das KIT eine der großen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas.

Kontakt und Information

Telefon 0721 608-0
Fax 0721 608-44290
info@kit.edu

WAK Rückbau- und Entsorgungs-GmbH

In der WAK Rückbau- und Entsorgungs-GmbH (WAK GmbH) sind alle Rückbauaktivitäten an stillgelegten kerntechnischen Versuchs- und Prototypanlagen und die notwendigen Entsorgungstätigkeiten am
Standort Karlsruhe/KIT Campus Nord gebündelt.

Gesellschafterin der WAK GmbH ist die bundeseigene Energiewerke Nord GmbH (EWN).

Die Finanzierung erfolgt überwiegend durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.

Im Rückbau befinden sich folgende Anlagen:

  • Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe einschließlich Verglasungseinrichtung Karlsruhe
  • Kompakte Natriumgekühlte Kernreaktoranlage
  • Mehrzweckforschungsreaktor
  • Forschungsreaktor FR 2
  • Heiße Zellen (stillgelegte Bauabschnitte)
  • Kleinere kerntechnische Forschungsanlagen des KIT nach deren Außerbetriebnahme

Die Verarbeitung der Reststoffe und die Zwischenlagerung der konditionierten Abfallgebinde erfolgt im Betriebsteil Hauptabteilung Dekontaminationsbetriebe.

Die Lagerkapazitäten der WAK GmbH für schwach- und mittelradioaktive Abfälle sind nahezu erschöpft. Zur Aufrechterhaltung der Rückbauarbeiten werden deshalb zwei neue Gebäude für die Abfalllogistik errichtet.

WAK-Broschüre

Kontakt und Information

Telefon 07247 88-0
Fax 07247 4755
kontakt@wak-gmbh.de

Joint Research Centre - Institut für Transurane

Das JRC ist eine Einrichtung der Europäischen Union und untersteht der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission. Seine Aufgabenschwerpunkte sind Nukleare Sicherheit und Sicherung. So schulen die Mitgliedsländer ihr Sicherheitspersonal z.B. im Erkennen von radioaktivem Material im JRC.