Linkenheim-Hochstetten im Landkreis Karlsruhe

Die Gemeinde Linkenheim-Hochstetten wurde im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg aufgrund freiwilliger Vereinbarung vom 29.06.1974 am 01.01.1975 "gegründet". Damals schlossen sich die beiden bis dahin selbständigen Gemeinden Linkenheim und Hochstetten zu der neuen Gemeinde "Linkenheim-Hochstetten" zusammen.

Linkenheim

Die Gemeinde wird urkundlich erstmals im Jahre 777 in einem Güterverzeichnis des Klosters Lorsch erwähnt. Zu dieser Zeit hatte der Ort eine rein bäuerliche Struktur. Der wirtschaftliche Aufschwung begann in der Zeit des Deutschen Kaiserreiches. Die nun aufblühende Industrie in Karlsruhe brachte auch für die Bewohner des Umlandes neue Arbeitsplätze.

Der Wandel zur Wohngemeinde setzte sich nach den beiden Weltkriegen weiter fort. Die ständig steigende Bevölkerungszahl zwang die Gemeinde mehr und mehr ehemals landwirtschaftlich genutzte Flächen als Baugelände zu erschließen.

Einen beachtlichen Aufschwung nahmen auch die örtlichen Gewerbe- und Industriebetriebe, zu denen sich weitere zum Teil große auswärtige Unternehmen gesellten.

Hochstetten

Hochstetten wird erstmals im Jahre 1103 erwähnt. Man geht jedoch davon aus, dass beide Ortsteile aus der gleichen Urzelle entstanden sind.

Auch Hochstetten war zunächst ein rein bäuerliches Dorf. Die Nähe der Stadt Karlsruhe veranlasste jedoch die Bauern früh, sich auf den Anbau von Gemüse und Tabak zu spezialisieren. Vor dem 1. Weltkrieg war der Ort in Bezug auf den Spargelanbau weithin bekannt.

Die endgültige Wandlung des einstigen Bauern- und Arbeiterdorfes zur heutigen Wohngemeinde begann in der Zeit nach 1945.

Auch haben sich bis heute die örtlichen Gewerbebetriebe weiter ausgedehnt.

Dies führte letztlich auch zur Erschließung eines neuen großen Gewerbegebietes auf Hochstettener Gemarkung.

Durch die Anbindung an das Karlsruher Straßenbahn-Verkehrsnetz im Jahre 1988 ist Linkenheim-Hochstetten zentral gelegen. Die Einwohner sind in nächster Nähe vom Großstadt-Zeitgeschehen.

Auch kulturell hat sich in der Gemeinde einiges getan. Durch den Bau des Bürger- und Verwaltungszentrums kann den Theater- und Musikbegeisterten gerade im Winterhalbjahr ein abwechslungsreiches Programm geboten werden.

Herkunft und Entstehung des Gemeindewappens

1986 fand Prof. Stenzel ein altes Gemeindesiegel in Unterlagen aus dem 19. Jahundert. Daraus wurde das neue Linkenheimer Wappen mit den Schifferstangen und der Pfugschar in Gold auf rotem Grund entwickelt.

Das Ortswappen von Hochstetten war eine goldene Gürtelschnalle mit Spange auf einem blauen Grund.

Nach der Fusion von Linkenheim-Hochstetten legte 1977, bei der 1200 Jahrfeier, ein zehnjähriger Junge einen Entwurf vor, aus dem das heutige Gemeindewappen entstanden ist. Es erhilt die Linkenheimer Zeichen und die Hochstetter Farben.

"In Blau schräg gekreuzt eine goldene Schifferstange und ein goldenes Ruder, umgeben von einem goldenen Rahmen."

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Herkunft und Entstehung des Gemeindelogos

Das Logo ist modern stilisierend, greift das Rathaus als ortsbildprägendes Gebäude auf und thematisiert mit der Sonne im Hintergrund den vergleichsweise hohen Sonnenstundenanteil unserer Gemeinde als gesamtgebietstypisches Merkmal. Der Kreis als Sonne steht hierbei für die Wärmesymbolik (Farbigkeit) und das positive Lebensgefühl.

„Unser Mittelpunkt“ ist zwar wortmelodisch nüchtern, bringt jedoch schöne Interpretations- und Assoziationsanreize mit sich. Gemeinde als Lebensmittelpunkt, geografischer Mittelpunkt, Zentrum von Etwas oder Jemandem… Gleichzeitig kann das über dem Slogan erscheinende Logo mit dem Rathaus als zentralem Ort in der Gemeinde verstanden werden. Auch die als Punkt stilisierte Sonne hat Mittelpunktcharakter.